ARBEITSGEMEINSCHAFT CHRISTENTUM UND SOZIALDEMOKRATIE                      


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Termine

 

ACUS BUNDESKONGRESS


16. – 17. September 2011 in Wien

 

Werte haben Namen

 

Gartenhotel Altmannsdorf

Hoffingergasse 26 und 33, 1120 Wien

U 6 Richtung Siebenhirten,

Station Am Schöpfwerk

 

Programm:

Freitag, 16.09., 14:00 ACUS-Generalversammlung

15:00 Eröffnung, 15:15 Univ.-Prof. Dr. Anton Pelinka:

Die unaufgebbaren Grundwerte der Sozialdemokratie und die Politik der SPÖ

17:00 Dr. Kuno Füssel: Biblische Werte und befreiendes Christentum heute

19:00 Abendessen

20:30 Kulturprogramm

Chris 4er Peterka: Politisches, Blues und Wienerlied

Samstag, 17.09., 8:45 Asta Pusch, Geistliche Einstimmung

9:00 Dr. Susanne Scholl (ehem. ORF-Korrespondentin)

liest aus „Allein zu Hause“ - Zivilcourage - konkret

11:00 Referat: Freiheit und Solidarität

12:30 Mittagessen

14:00 Podiumsdiskussion: Welche Werte brauchen wir? Linke Politik heute

mit Günter Kräuter, Karin Scheele, Anna Wall-Strasser und Gernot Trausmuth

16:00 Ökumenischer Gottesdienst

 

Kosten:

Seminarbeitrag € 25,-/Person

Nächtigungsbeitrag (incl. 1 Tg. Vollpension) € 30,- /Person

Einzelzimmerzuschlag € 11.-

- ist direkt mit dem Hotel zu verrechnen

Die Teilnahme ohne Nächtigung ist möglich.

Anmeldeschluss: Freitag, 9. September 2011

Anmeldung bei Richard Schadauer, Meiselstraße 8/3/37, 1150 Wien

oder per e-mail: richard.schadauer@aon.at

                        Die Anmeldung ist endgültig mit der Einzahlung des Kostenbeitrages auf Konto Nr. 602485104 bei der UniCredit Bank Austria AG, BLZ 12000.

Weitere Auskünfte bei den Kontaktadressen ganz oben

  

Werte haben wieder einmal Hochkonjunktur: Sei es, dass in Bildung und Erziehung der Ruf nach „festen Werten“ gefördert wird, sei es, dass man von MigrantInnen vorwurfsvoll fordert, sie sollten zuerst einmal „unsere Werte“ lernen, oder gar, dass im Namen der „westlichen Wertegemeinschaft“ Gewalt zum Mittel einer angeblich humanitären und ethischen Politik erhoben wird. Aber Werte haben Namen – und diese Namen werden so oft missbraucht in der gesellschaftlichen Realität, im politischen Handeln und im persönlichen Engagement gebraucht: Solidarität, Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit, Zivilcourage. Welche Werte brauchen wir heute? Gibt es eine nicht überwindbare Kluft zwischen Grundwerten und politischer Realität? Reicht es umgekehrt, an Werte zu erinnern, um eine Gesellschaft gerecht zu gestalten? Im Rahmen des diesjährigen Bundeskongresses werden wir anhand von Vorträgen und anderen Impulsen den Grundorientierungen nachspüren, die uns heute in den Stand setzen können, zu einer sozialeren und demokratischeren Welt beizutragen - zu einem Zusammenleben, das nicht von Profit und Ausgrenzung bestimmt wird. Und wir werden besonders danach fragen, wie sehr wir dazu heute eine linke Politik brauchen - vor allem in der SPÖ. Als politisch aktive ChristInnen fragen wir zugleich, welchen Beitrag unser Glaube darin erfüllen kann, welche Impulse von einem befreienden Christentum ausgehen können.

Herbert Pruner   

 

 

Vorarlberg

 

ACUS

ARBEITSGEMEINSCHAFT CHRISTENTUM UND SOZIALDEMOKRATIE

 

Kontaktadressen: Herbert Pruner, Sachsenheimstr. 3, 6900 Bregenz, Tel. 05574/73562,

E-Mail: herbert.pruner@aon.at; Dr. Maria Schimpfössl, Frutzolen 23, 6830 Rankweil, Tel.05522/43276, E-Mail: masch@cable.vol.at

Auf folgende weitere Veranstaltungen möchten wir Sie hinwiesen:

 

Dokumentarfilm „Wilde Minze“

28. 9., 20 Uhr, Metro-Kino Bregenz

 

Der Film erzählt die Geschichte von starken, mutigen Frauen, von PartisanInnen und Deserteuren und schildert die langlebigen Folgen des Nazi-Terrors.

 

 

Ausstellung „Was damals Recht war …“

Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht

29. 9. – 30. 10. 2011, Kulturhaus Dornbirn

 

Eröffnung: 29. 9., 19.30 Uhr, mit einem Vortrag von Harald Welzer über „Soldaten – wie das Unvorstellbare zum Normalen wird“

 

 

Vortrag „Bregenzer im Widerstand gegen die Wehrmacht“

von Mag. Andreas Eder

24. 10., 19.30 Uhr, Festsaal des Bundesgymnasiums Bregenz-Gallusstraße

 

Es ist viel zu wenig bekannt, dass eine Reihe von Bregenzern Widerstand gegen die Deutsche Wehrmacht leisteten und das vielfach mit ihrem Leben bezahlten. Der Vortragende Andreas Eder ist Historiker und hat sich intensiv mit Widerstand und Verfolgung während der NS-Herrschaft auseinander gesetzt.

Weitere begleitende Veranstaltungen zur Ausstellung „Was damals Recht war …“ siehe unter www.erinnern.at.

 

 

Am 11. November 1997 beschloss der österreichische Nationalrat, den 5. Mai fortan jährlich als „nationalen Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“ zu begehen. Der Tag erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen durch amerikanische Truppen.

Der Filmclub Bregenz zeigt in Zusammenarbeit mit erinnern.at, der „Johann-August-Malin-Gesell-schaft“, der „Grünen Bildungswerkstatt“ und der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozial-demokratie (ACUS) den Film

„Herrenkinder. Glauben - Gehorchen - Kämpfen: Kindheit in der Napola“

am 5. Mai 2011 um 19 Uhr im Metro Kino Bregenz

Der Film von Eduard Erne und Christian Schneider (2009) ist ein Film über den Missbrauch von Kindern durch die NS-Gewaltherrschaft und über "psychische Erbschaften". Von 1933 - 1945 gab es ca. 40 "Nationalpolitische Erziehungsanstalten (Napola)". Viele ehemalige Schüler bekleiden oder bekleideten wichtige Posten in Wirtschaft, Politik und Kultur. In diesem Film kommen u.a. der ehemalige Herausgeber der "ZEIT", Theo Sommer, der Literaturkritiker Hellmuth Karasek, der Dirigent Joachim Carlos Martini oder der ehemalige österreichische  Justizminister Harald Ofner zu Wort. Sie alle wurden unter der Divise "Gelobt sei, was hart macht!" erzogen. Die Frage ist, wie sich diese Erziehung auf die Kinder und Kindeskinder ausgewirkt hat...

Der Filmemacher Eduard Erne wird an diesem Abend anwesend sein. Sein Gespräch mit dem Publikum wird Dr. Günther Rösel (Psychotherapeut) moderieren.

 

Am 4. Mai, 20 Uhr, zeigt das Theater am Saumarkt  in Feldkirch

„A Film Unfinished“

Dokumentarfilm von Yael Hersonski

 

Ghettobewohner wurden 1942 unmittelbar vor den ersten Deportationen nach Treblinka in kaum zu übertreffender Perfidie im Warschauer Ghetto vor die Kameras von Sonderberichterstattern der deutschen Wehrmacht gezwungen. Es ist der längste Propagandafilm, der im Warschauer Ghetto gedreht wurde, aber unvollendet blieb.

Der Direktor des Jüdischen Museums Hohenems, Dr. Hanno Loewy, wird in den Film einführen und anschließend mit dem Publikum diskutieren.

 

 

Tirol

                                           Diskussionsveranstaltung                                                                 

über gemeinsame Strategien der Atomkritischen Bewegungen in Tirol.

 

Freitag, 25. März 2011, 17:30

ÖGB-Haus, 7. Stock, großer Saal

 

Einladende Organisationen:

Österreichische Gewerkschaftsjugend, ACUS, ATTAC, KJÖ Innsbruck, KSV Innsbruck, DIDF (Kulturverein Evrensel,

Die Grünen Tirol,  JUSOS, VSSTÖ, Solidarwerkstatt Österreich (Friedenswerkstatt Linz),

 

Es referieren:

LA Maria SCHEIBER Energiesprecherin der Grünen Tirol     Roland EGGER - Raus aus Euratom - Solidarwerkstatt Österreich

Moderation: Kurt Büchlmann

 Nach dem Atomunglück in Japan wird auch in Österreich wieder in der breiten Öffentlichkeit über Atomkraft und ihre negativen Folgen diskutiert. Doch kaum hat die Diskussion begonnen, beginnen erste Differenzen über Strategien und Taktiken in der ANTI-ATOMKRAFT-Bewegung aufzutreten.

Um eine breite Bewegung bilden zu können, die ein gemeinsames und organisiertes Auftreten an den Tag legt, müssen wir den Meinungsaustausch und die Diskussion in der Bewegung fördern. Den nur so können wir die Bewegung stärken und schlagkräftig nach außen auftreten um unseren Zielen Ausdruck zu verleihen.

Aus diesem Grund findet am 25.03. eine Diskussionsveranstaltung im ÖGB (Großer Saal) statt. Bei dieser Veranstaltung wird es mehrere einleitende Referate geben und auf dieses aufbauend soll mit allen, die an der ANTI-ATOMKRAFT-Bewegung interessiert sind, Perspektiven und Strategien für den weiteren Kampf gegen die ATOMENERGIE diskutiert werden.

 

Programm:

17:30 Begrüßungsworte der Moderation

17:45 Impulsreferate

18:15 Moderierte Diskussion der Anwesenden

19:00 Gibt  es einen Konsens für Tirol?

 

Alle an diesem Themenkreis Interessierten sind herzlich eingeladen. 

 

 

 

Vorarlberg

ACUS

ARBEITSGEMEINSCHAFT CHRISTENTUM UND SOZIALDEMOKRATIE

 

Kontaktadressen: Herbert Pruner, Sachsenheimstr. 3, 6900 Bregenz, Tel. 05574/73562,

E-Mail: herbert.pruner@aon.at; Dr. Maria Schimpfössl, Frutzolen 23, 6830 Rankweil, Tel.05522/43276, E-Mail: masch@cable.vol.at

Wir laden herzlich ein zur

 

Feier zum 100. Geburtstag von

Bruno Kreisky

“Bruno Kreisky: der Mensch, der Politiker”

 

Es begrüßen und erzählen:

 

Karl Blecha                          Langjähriger Wegbegleiter Bruno Kreiskys, Präsident des Pensionistenverbandes

Michael Ritsch                             Landesvorsitzender der SPÖ Vorarlberg

Erich De Gaspari                Landesvorsitzender Pensionistenverband

 

am Dienstag, 1. März 2011 um 19.00 Uhr

Inatura (Jahngasse 9), Dornbirn

 

Anmeldungen sind ab sofort beim Dr. Karl Renner Institut Vorarlberg unter

05574/58236 oder hubert.loetsch@spoe.at möglich.

 

Die Feier wird gemeinsam veranstaltet vom Dr. Karl Renner Institut, dem Pensionistenverband Vorarlberg, der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) und der SPÖ Vorarlberg mit Unterstützung vom Kreisky Archiv.

 

Altbischof Maximilian Aichern:

„Kreisky hat zwar oft gesagt: "Ich habe nicht die Gnade des Glaubens", die Aussöhnung von Kirche und Sozialdemokratie war ihm aber ein besonderes Anliegen. Kardinal Franz König war dabei der ideale Partner. Kreisky hat bei Gesprächen immer gesagt: "Ich stehe zur Verfügung." Er schätzte Kardinal König und Papst Johannes XXIII., weil die Öffnung der Kirche zur Welt durch das Konzil für Kirche und Gesellschaft neue Perspektiven eröffnete. Er unterstützte die Plattform "Christentum und Sozialismus" und nahm an vielen Kontaktgesprächen zwischen Kirche und SPÖ teil.“

Vorarlberg

 

Wir möchten ferner einladen zu einer

 

Führung durch die Ausstellung

„Ein gewisses jüdisches Etwas“

 

im Jüdischen Museum Hohenems (ca. 10 Min. vom Bahnhof)

Samstag, 12. März 2011, 14 – 15.30 Uhr

Teilnehmerbeitrag: € 9,--, SeniorInnen € 6,--

Anmeldungen bitte bis spätestens 2. 3.

an Herbert Pruner, Tel. 05574/73562 od. E-Mail herbert.pruner@aon.at oder

Dr. Maria Schimpfössl, Tel. 05522/43276, E-Mail masch@cable.vol.at

 



Am Sonntag, dem 17. Oktober 2010 entstand im Jüdischen Museum Hohenems eine ungewöhnliche Ausstellung. Und das an einem Tag! „Ein gewisses jüdisches Etwas“ – die erste Ausstellung, die von den Besuchern selbst gemacht wurde.       

Diesmal erzählt nicht das Museum dem Publikum, was es mit dem Jüdischen auf sich hat, sondern umgekehrt: Das Museum lud dazu ein, Dinge und ihre Geschichten mitzubringen. Dabei spielte es keine Rolle, ob man selber Jüdin oder Christ oder Muslima, konfessionslos, gläubig oder atheistisch ist oder welche Nationalität man hat. Die Ausstellungsmacher kommen aus Hohenems genauso wie aus Zürich, aus Wien und Stuttgart, St. Gallen und Frankfurt, Rotterdam und Prag, aus Basel und Kiel, aus Vorarlberg und aus dem gesamten Bodenseeraum.

Einhundertfünfzehn Dinge sind so zu einem ungewöhnlichen Ensemble zusammengekommen: Dinge mit denen die „Leihgeber“ etwas Jüdisches verbinden, Gegenstände mit ganz persönlichem Wert, verknüpft mit Erinnerungen und Erfahrungen, Ideen und Fantasien, die in kurzen Texten

festgehalten wurden.

Treffen Sie im Jüdischen Museum Hohenems auf Unerwartetes und Naheliegendes, Traditionelles und Überraschendes, Ungeklärtes und Kurioses, so widersprüchlich und vielfältig, wie die Vorstellungen von dem was Jüdisch ist und sein könnte.

Lassen Sie sich überraschen!

 

Im Anschluss an die Führung kann auf Wunsch auch die Daueraus-stellung besucht werden.

 

 

Vorarlberg

                                              

                                             25. April 2011

                                             Friedensweg 2011 unter Beteiligung  der ACUS Vorarlberg

 

Wien

                        

                                                                                                     20. Jänner 2011

 

 

Niederösterreich

 

                                      

 

Vorarlberg

 

Friedensweg 2010 unter Beteiligung der ACUS-Vorarlberg

 

 

Niederösterreich

 

Ein Abend mit Ernesto Cardenal in Klosterneuburg, Schömer Haus

Aufeldstraße 17, Donnerstag 25. März 2010 19:00 Uhr

 

Präsentiert von

Agnes und Karlheinz Essl

 

 

Unterstützungskomitee

Joachim Angerer, Agnes und Karlheinz Essl,

Elisabeth Gürtler, Brigitte Karner,

Bernd Lötsch, Freda Meissner-Blau,

Hermann Nitsch, Erika Pluhar,

Johanna Rachinger, Peter Simonischek, Peter Turini

 

 

Wien

 

Bericht vom Diskussionsabend vom 10. März im Karl Mark Heim Wien Döbling

Bundesvorsitzender Gustav Posch begrüßte das zahlreich erschienene Publikum, unter ihnen auch einige Prominente aus Politik und Kirche und stellte Dr. Adolf Holl und Adalbert Krims vor. Die Diskussion unter der Leitung des Vorsitzenden der Bildung Döbling, Dr. Sepp Stranig, war auf hohem Niveau. Wir werden uns bemühen,  eine ähnliche Veranstaltung in nächster Zeit wieder auf die Beine zu stellen.

 

 

Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS)

             

Bezirks-Bildungsausschuss  Döbling

 

veranstalten am 

Mittwoch, 10. März 2010 um 19:00 Uhr

 im Karl Mark Heim der SPÖ Döbling

Billrothstraße 34, 1190 Wien

einen Diskussionsabend unter dem Titel

 

40 Jahre danach

 

1970 begann in Österreich, nicht zuletzt durch den Sieg Bruno Kreiskys bei den Nationalratswahlen, eine Umwälzung in der Gesellschaft, nicht nur in

Politik und Kirche, sondern auch auf dem Gebiet der Kunst und Kultur und

vielen anderen, besonders aber auf dem sozialen Sektor. Legendär ist der Ausspruch Kreiskys: Ein paar Millionen Schilling Schulden machen mir nicht so große Sorgen wie tausend Arbeitslose.

 

Es diskutieren mit uns:

 

Dr. Adolf Holl

Katholischer  Theologe und Universitätslehrer. Wegen seiner Thesen in seinem ersten Buch: “Jesus in schlechter Gesellschaft“ wurde ihm die kirchliche Lehrgenehmigung als Dozent der Katholisch – Theologischen

Fakultät entzogen. Auch vom Priesteramt wurde er suspendiert.

 

Adalbert Krims

Journalist, bis zu seiner kürzlich erfolgten Pensionierung prominenter ORF – Mitarbeiter, Herausgeber der Zeitschrift „Kritisches Christentum“ (KC)

 

 

 

 

 

 

Vorarlberg

 

Mittwoch, 27. Jänner 2010, 20:00 Uhr

Theater Kosmos, Bregenz (schoeller2welten, Mariahilferstr. 29)

 

Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages

laden wir herzlich ein

zu einer Gesprächsrunde mit

 

 

                                                                                                                               

                                               Hanno Loewy                                                          Werner Dreier

                                Jüdisches Museum Hohenems                                          Projekterinnern.at

 

Antisemitismus im Vorarlberger Wahlkampf – war’s das?

 

Im letzten Vorarlberger Landtagswahlkampf  waren Töne zu hören, die man von Spitzenpolitikern in unserem Land seit 1945 nicht mehr gewohnt waren.  Einige Wochen danach ist Zeit für ein paar Überlegungen. War der „Exil-Jude aus Amerika nur ein Wahlkampfsgag? Welche Rolle spielt Antisemitismus heute in

Vorarlberg? Welche Strategien erfordert die öffentliche Auseinandersetzung  mit Antisemitismus heute?

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit von Theater Kosmos, Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie Grüne Bildungswerkstatt, Renner Institut, Jüdisches Museum Hohenems, erinnern.at und Johann-August-Malin-Gesellschaft

 

 

Wien    

26. November 2009

 

ACUS Wien Döbling lädt ein zu einem Vortrag von

                                                                                                                         

Minister a. D. Karl Blecha:

 

„B r u n o  K r e i s k y  u n d  d i e  r e l i g i ö s e n  S o z i a l i s t e n”


 

Donnerstag, 26. November 2009 19:00 Uhr

 

im Karl Mark - Heim der SPÖ Döbling

 

Billrothstr. 34, 1190 Wien

 

 

____________________________

 

 

Bericht zum Bundeskongress 2009
 

Der ACUS-Bundeskongress kann als eine durchaus  gelungene Veranstaltung bezeichnet werden. Die Reaktionen der  Teilnehmer waren sehr positiv, sowohl was den  würdigen Rahmen, als auch die Vortragenden betraf.

Unser Bundesvorsitzender Gustav Posch bat nach einem Rückblick auf die Arbeit  der beiden vergangenen Jahre die Freundinnen und Freunden der ACUS um Verständnis, dass er im achten Lebensjahrzehnt stehend, beim nächsten Kongress in zwei Jahren den Vorsitz in jüngere Hände legen werde. Damit dies möglichst reibungslos geschehen kann, wird  der bisherige stellvertretende Vorsitzende Matthias Lauer zum geschäftsführenden Bundes-vorsitzenden der ACUS bestellt werden. Beim Bundeskongress 2011 wird dann durch eine Wahl über die endgültige Vergabe dieser Funktion entschieden.

Was diesen Kongress besonders auszeichnete, waren die hochkarätigen Vortragenden, die zum Thema des Kongresses: „Ich war fremd und ihr habt mir Heimat gegeben“  Stellung nahmen. Ganz besonders Frau Ute Bock und Herr Pfarrer Wolfgang Pucher von der Vinzenz Gemeinschaft waren mit ihren Ausführungen so berührend, dass ein spontaner Vorschlag, für die Klienten Geld zu sammeln, freudig aufgenommen wurde. Aber auch Frau  Anny Knapp von der Asylkoordination und Herr Weihbischof  Dr. Franz Scharl konnten  mit ihren Ausführungen  wichtige Aspekte einbringen. 

Beim abschließenden ökumenischen Gottesdienst wurde einmal mehr bewiesen, dass die Gräben zwischen der Katholischen Kirche und der Arbeiterschaft nicht mehr existieren. Zu unserer großen Freude nahm  Weihbischof  Dr. Franz Scharl an diesem Gottesdienst teil und konnte sich davon überzeugen, dass auch wir Sozialdemokraten in der ACUS auf dem Boden des Evangeliums stehen. Unser Kaplan Franz Sieder leitete diesen Gottesdienst  und  Gustav Posch, der auch Lektor der evangelischen Gemeinde A. B. Wien Döbling ist, predigte über das Bibelwort: “Was ihr getan habt einen von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“.

Uns bleibt ein Satz in Erinnerung, den der Rebell der Nächstenliebe, der Engel der Armen und Ausgegrenzten, Pfarrer Wolfgang Pucher aus Graz prägte: Wir werden von unserem Richter nicht gefragt werden, ob wir die Sonntagsmesse besucht haben, wir werden auch nicht gefragt werden, ob wir immer die Kirchensteuer bezahlt haben, ja nicht einmal, ob wir den Zölibat eingehalten haben. Gott wird uns lediglich fragen, wie wir mit dem geringsten seiner Brüder umgegangen sind.

 

 

Bundeskongress 2009

Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie

Freitag und Samstag, den 25. und 26. September 2009

Im Renner-Institut, Kheslplatz 12, 1120 Wien

Erreichbar mit U6 Station Schöpfwerk

 

 

 

 

Vorarlberg

 

 

Wirtschaftspark Götzis:

Beteiligung an den „Werkstattgesprächen“ zum Thema „Wer bezahlt die Rechnung? Fragen an eine Politik der Gerechtigkeit“

22.6.09, 19 Uhr,  mit Dr. Markus Marterbauer (WIFO) und Anton Strini (AMS Vorarlberg)

 

Theater am Kornmarkt Bregenz:  

Mitveranstalter bei Vortrag von Bischof Dr. Michael Bünker über „Calvin. Theologie, Gesellschaft, Ökonomie – der Reformator und seine Aktualität heute“

19.10.09, 20 Uhr

 

Mitwirkung bei der Veranstaltung „Nationalsozialismus im Familiengedächtnis“

9.11.09, 17 Uhr, Gymnasium Gallusstraße, Bregenz

 

 

 

Wie politisch ist der Islam - Demokratie oder Gottesherrschaft?

Referent: Dr. Kurt Greußing
 

am 15.6.2009, 20 Uhr, im KOSMOS Theater Bregenz

 

 

Oberösterreich

 

Landtags - Wahlkampf 09

in OÖ bedeutet, daß wir wieder mit Schlagworten, Plakaten und Prospekten aller Art und Qualität konfrontiert werden.

 

Das ist für viele von uns unbefriedigend.

 

Wir wollen daher mit drei Themen, die uns für unsere Zukunft wichtig erscheinen, näher auf die Programme der Parteien eingehen und deren Ansichten diskutieren.

An jedem Abend gibt es ein Referat zum Thema.

 

Dazu Stellungnahmen und Meinungen von Abgeordneten des oö. Landtages.

An den Abenden wird vor allem aber das Gespräch mit den politischen Repräsentanten ein wichtiges Element sein.

Anschließend laden wir ein zu einem gemütlichen Beisammensein mit open end

 

                                                                         Heinz Stricker                                 Hubert Gratzer

 

 

 Montag, 8. Juni 2009, 19.oo Uhr

 

Migration

 

(Zusammenleben in OÖ:  Herausforderungen und Chancen)

 

Referent: Landesrat Josef Ackerl

Amt der oö. Landesregierung

 

Statements:

ÖVP: LAbg Anna Eisenrauch

SPÖ: LAbg Jasmin Chansri

Grüne: BR Egani Dönmez

 

Immer mehr Menschen – vor allem aus dm afrikanischen Kontinent – streben nach Europa, um hier den Weg in ein besseres Leben zu finden. Europa reagiert mit dem Aufbau einer Festung und schickt alle unliebsamen Immigranten zurück in ihre Herkunftsländer. Gerade Rechtsparteien schüren zudem die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes durch Fremde. Und dennoch wäre unsere Wirtschaft ohne die billigen Arbeitskräfte aus dem Süden und dem Osten wohl kaum mehr lebensfähig. Aber schon seit jeher haben sich Völker und Kulturen in der Begegnung mit Anderen weiterentwickelt.

 

 

 

Montag, 25. Mai 09, 19.oo Uhr

 

Energie

 

(Lebensqualität, Ressourcen)

 

Referentin: Dr. Michaela Wagner (Sozialreferat, Pastoralamt Linz)

 

Statements:

ÖVP: LAbg Mag. Bernhard Baier

SPÖ: LAbg BM Mario Mühlböck

Grüne: Landesrat Rudi Anschober

 

Wie steht es eigentlich mit unserer eigenen Energie? Können wir jenes Leben leben, das wir uns wünschen, oder werden wir ohnedies nur noch von anderen und Zwängen bestimmt? Woher kommen die Burn-outs so vieler? Aber bei Energie denken wir auch an Ressourcen. Unser Planet Erde ist ein Raumschiff. Wir können nur jene Energien verwenden, die wir auch zur Verfügung haben oder die nachwachsen. Und wenn die Menschen in den Industrieländern mehr Ressourcen und Energie verbrauchen, als uns zur Verfügung steht, sind die Probleme schon absehbar

 

 

Montag, 11. Mai 09, 19.00 Uhr

 

Fair - teilen

 

(Arbeit, Wirtschaft, Sozialland)

 

Referent: Dr. Rainer Bartel  (Wirtschaftsuniversität Linz)

 

Statements:

ÖVP: LAbg Wolf gang Schürrer

SPÖ: LAbg Mag. Gertraud Jahn Grüne: LAbg Ulrike Schwarz

 

Führende Sozialwissenschaftler verweisen schon seit Jahrzehnten darauf, dass die vorhandene Arbeit auf immer mehr Menschen verteilt wird. Die Arbeitszeit wird kürzer. Verdienst geht zurück.

Gerade die Wirtschaftskrise beweist die Anfälligkeit unseres kapitalistischen Systems. Durch die Globalisierung sind die Probleme noch großer geworden. Sind wir diesen Entwicklungen hilflos aufgeliefert oder gibt es Möglichkeiten der Gegensteuerung? Welche Konzepte haben die politischen Parteien in Oberösterreich, um hier einen anderen Weg zu einer menschlicheren Wirtschaftspolitik

 

 

 

 

 

ACUS Bundesvorstandssitzung:

4. April 2009 10:00 Uhr

Karl-Marx Hof, 1190 Wien
 

 

ACUS Bundesvorstandssitzung:

17. Januar 2009 10:00 Uhr

Bahnhofsrestaurant Salzburg
 

 

 

Kärtnen

 

Christentum und Sozialdemokratie - kein Kreuz mit dem Kreuz?

Dienstag, 18. November 2008

Beginn: 18.30 Uhr

Konzerthaus Klagenfurt, Mozartsaal

Christentum und Sozialdemokratie sind für viele - trotz ihrer oft widersprüchlichen Geschichte - inhaltlich stark miteinander verbunden.

Das Renner Institut - Kärnten lädt daher gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Christentum und Sozialdemokratie“ zu einem spannenden Diskussionsabend mit Bischof Dr. Alois Schwarz, Superintendent Mag. Manfred Sauer und hochrangigen VertreterInnen der Sozialdemokratie. Dabei steht ein gemeinsamer Rückblick auf die historische Annäherung ebenso am Programm, wie die Diskussion gemeinsamer und unterschiedlicher Standpunkte und Werte.

A m   P o d i u m :

                      
Bischof                     Superitendent              Bundeskanzler a. d.      LandeshptmannStv.    Vizebürgermeisterin      M o d e r a t o r
Dr. Alois Schwarz       Mag. Manfred Sauer      Dr. Franz Vranitzky       Ing. Reinhart Rohr       Dr.M-L Mathiaschitz    Mag. Jochen Bendele

                                      

Bericht:

Klagenfurt: ein großer Abend für das Christentum und die Sozialdemokratie

Die Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) und das Renner-Institut Kärnten veranstalteten am 18. November 2008 im vollen Mozartsaal des Klagenfurter Konzerthauses eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion „Kein Kreuz mit dem Kreuz?“. Bischof Dr. Alois Schwarz, Superintendent Mag. Manfred Sauer, Bundeskanzler a. D. Dr. Franz Vranitzky, Landeshauptmann-Stv. Ing. Reinhart Rohr und Vizebürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz diskutierten unter der Moderation von Mag. Jochen Bendele

Vizebürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz  strich die Rolle Kardinal Königs heraus, der bei seinem Amtsantritt erklärte, der Bischof aller Katholiken sein zu wollen: Er war es, der auf kirchlicher Seite die Gräben zwischen Kirche und Sozialdemokratie zuschüttete.

Als Ing. Reinhart Rohr 2002 zum Stv. Landeshauptmann gewählt wurde, war es für die Journalisten verwunderlich, in seinem Haus einen Herrgottswinkel vorzufinden. Für ihn war das aber ganz selbstverständlich und Jesus sei für ihn der erste Sozialdemokrat gewesen, der Friede unter den Völkern, der Ausgleich zwischen Reich und Arm und die gegenwärtige beängstigende Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt müssen nach den Grundsätzen des Christentums und der Sozialdemokratie gelöst werden.

Bischof Dr. Alois Schwarz wies auf Beispiele wie die Gründung des Vereines „Rettet den Stephansdom“ durch Kardinal Groer und den Wiener Bürgermeister Helmut Zilk und erwähnte die Rede von Bundeskanzler Gusenbauer bei der Trauerfeier für Jörg Haider, als der Bundeskanzler seine Rede mit dem Kreuzzeichen beschloss. Er beklagte aber auch die Fristenlösung, mit der die Katholische Kirche sich nicht abfinden könne.

Superintendent Mag. Manfred Sauer ist über den Kirchenaustritt Gertraud Knolls bestürzt, er kann ihre Motivation nicht nachvollziehen. Sauer stammt aus einer Arbeiterfamilie aus einfachen Verhältnisse, seine Großmutter war eine überzeugte Sozialdemokratin und Kirchgängerin. In der Familie gab es aber auch Unternehmer, es kam oft zu politischen Diskussionen. Die Gratisschulbücher und Schulfreifahrt unter der Regierung Kreisky waren eine große Erleichterung in seinem Bildungsweg.

Bundeskanzler a. D. Dr. Franz Vranitzky rückte zurecht, dass der Schwangerschaftsabbruch nicht legalisiert, sondern nur in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft strafffrei bleibt. Wie er sagte, sei die Einheit von Thron und Altar unter den Habsburgern schuld an einer lange andauernden Entfremdung zwischen Arbeiterschaft und Kirche gewesen. Erst 1959 gab es unter Landeshauptmannstellvertreter Tschadek ein erstes Abtasten zwischen Kirche und Sozialdemokratie. Er führte weiter aus, dass derzeit beide schwächeln, sowohl die Kirche wie auch die Sozialdemokratie. Die identen Aktionsfelder müssen aber für beide förderlich sein. Er berichtete vom Multikulturpreis Schöpfwerk, wo 40.000 Menschen dank einer Initiative, wo auch katholische und moslemische Geistliche sowie Laien mitwirken, friedlich zusammenleben. 

In der Publikumsdiskussion kamen Themen wie Schwangerschaftsabbruch, Sexualmoral der Katholischen Kirche, Sicherheitsthemen, Menschenrechtsfragen und die Forderung, die MigrantInnen zu integrieren anstatt sie wie in Lagern zu konzentrieren. 

Informationen:

Gustav Posch, ACUS-Bundesvorsitzender, Tel. 0699 19423025

 

 

 

Vorarlberg

 

Podiumsdiskussion

 Am 3. November 2008, 20 Uhr

 Gaststätte Kolpinghaus, Dornbirn.

 

D u   s o l l s t   n i c h t   s t e h l e n

Bankenpleiten und Börsencrash -                                                                                      die Krise unseres Finanzsystems im Zeichen das 7. Gebotes

 

Kooperationsveranstaltung im Rahmen des Gesellschaftspolitischen Stammtisches der Katholischen Kirche Vorarlberg

 

Am Podium:        
Em. Univ. Prof. Dr. Herwig Büchele, Moraltheologe und Sozialethiker



Werner H. Heussinger, Wirtschaftsjournalist und Bankenberater

 

 

Thomas Fuchs, ehem. Bankdirektor bei Raiffeisen
Gernot Jochum-Müller,  Unternehmensberater, Talentetauschkreis

 

 

Die Gedenkveranstaltung für Josef Anton King                

                                     

Der im Dritten Reich von den faschistischen Machthabern ermordet wurde,

findet am 10. 11. 2008, Beginn 18:30, statt.

Treffpunkt: Bregenz, Seekapelle

 

 

 

 

 

Wien

Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS)

Bezirksbildungsausschuß der SPÖ

SPÖ Frauen Döbling

laden herzlich ein

zu einem Abend mit

Dr. Erika Seda

Christin und Sozialdemokratin

Mittwoch, 1. Oktober 2008, 19 Uhr

1190 Wien, Billrothstraße 34

 Bezirkszentrum der SPÖ Döbling

 

B e r i c h t

Dr. Erika Seda, am 26. 4. 1923 in Wien geboren, war 1971 – 1980 Abgeordnete zum Nationalrat. In der Zeit des Aufbruchs, als die SPÖ erstmals die Führung der Regierung unserer Republik unter dem schon zur Legende gewordenen Bruno Kreisky übernahm, war sie eine tragende Säule des Justizausschusses. Aber davon sprach sie in ihrer bescheidenen Art nicht viel.

Sehr ausführlich erzählte sie von ihrer Kindheit. Von ihrer Mutter, die Fürsorgerin und von ihrem Vater, der Mittelschullehrer war. Beide waren Sozialdemokraten und müssen schlichtweg ideale Eltern gewesen sein, denn sie waren immer für Erika da und es gab keine noch so unangenehme Frage, die sie nicht beantworteten. Als Agnostiker führten sie das Kind zwar nicht zum christlichen Glauben, sie hielten sie aber auch nicht ab, als sie sich für die christliche Religion zu interessieren begann.

Die Spannungen zwischen Menschen mit sozialdemokratischer Gesinnung und der Römisch Katholischen Kirche führten dazu, dass ihre Familie zum Altkatholischen Glauben übertrat. Seither ist Erika Seda ein treues Gemeindeglied und auch im Kirchenvorstand ihrer Gemeinde vertreten. Mit berührenden Worten schilderte sie, welche Kraft ihr  das Gebet und das Lesen der Bibel in schwierigen Situationen ihres Lebens gegeben hat.

An den Justizpalastbrand und an die Februarkämpfe kann sie sich noch deutlich erinnern. Nach der Volksschule besuchte sie das Realgymnasium. Um die Berechtigung zum Studium zu erlangen, musste sie im verhassten Hitler-Regime Arbeits- und Kriegshilfsdienst ableisten. Das Studium der Chemie musste sie aus Gesundheitsgründen abbrechen und  entschloss sich, Jus zu studieren. Sie promovierte 1949 zum Doktor der Rechte.

1947 heiratete sie den Mann ihres Lebens und schenkte ihm zwei Söhne. Während der Volksschulzeit ihrer Kinder wurde sie zum Vorstandsmitglied des Dachverbandes der Elternvereine gewählt, bald darauf wurde sie Vorsitzende des Bezirksfrauenkommitees der SPÖ Wien Döbling. 1967 waren dann endgültig die Weichen für ihre politische Laufbahn gestellt, denn sie wurde Mitglied des Bundesfrauenkommitees. 1976 wurd sie Mitglied des Landesparteivorstandes der SPÖ Wien. Ihr Weg führte sie dann ins Parlament, wo sie von 1969 – 1971 dem Bundesrat angehörte und wie eingangs erwähnt, von 1971 – 1980  Abgeordnete zum Nationalrat war.

Als in den siebziger Jahren die ACUS (Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie) ins Leben gerufen wurde, war sie sofort eine der treibenden Kräfte und gründete gemeinsam mit den ebenfalls legendären Genossen Leberl die ACUS Döbling. Noch heute ist sie mit ihrem Rat und umfangreichen Wissen für unsere ACUS Döbling unverzichtbar.

Neben dem Zuschütten der Gräben zwischen Christentum und Sozialdemokratie besteht die Aufgabe der ACUS darin, die Bestrebungen zu unterstützen, den Menschen in unserer Gesellschaft, die im Schatten des Wohlstandes leben müssen, zu helfen. Und dafür steht auch die, ihren 85 Lebensjahren trotzende, unerhört agile, lebende Legende Genossin Dr. Erika Seda.

 

 

Niederösterreich

 

Ein Abend mit Alfred Gusenbauer

Sonntag, 21. September 2008, 19 Uhr

Rathaus Amstetten

Bericht:

Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer löste ein altes Versprechen ein, in Amstetten bei einer ACUS Veranstaltung zu sprechen, wie Kaplan Franz Sieder, Stadtsvorsitzender  der ACUS Amstetten, der den Abend leitete, eingangs erwähnte.

In freier Rede, ohne je in eine Unterlage zu blicke, hielt Alfred Gusenbauer ein fesselndes Referat. Weit spannte sich der Bogen von der österreichischen Innenpolitik bis zu den Verflechtungen der internationalen Wirtschaft,  vom Koalitionspartner, der von seiner konservativen Politik keinen Zoll breit abweichen wollte, bis zur Krise des weltweiten Finanzsystems und der Notwendigkeit der globalen Einführung der Tobinsteuer.

In der Beantwortung der Diskussionsbeiträge gab Gusenbauer einige interessante Aufschlüsse. Er werde sich aus der Innenpolitik völlig zurückziehen, weil er kein „oberg’scheiter Dreinkeppler“ sein mag, aber auch   keinen Posten in der Wirtschaft annehmen. Er sei Stadtparteivorsitzender von Ybbs und er gedenke nicht, diese Funktion aufzugeben.

Unausgesprochen blieben seine außenpolitischen Ambitionen, mit denen er unserem Land große Dienste erweisen könnte.

Auffallend war, dass der Bundeskanzler keinen einzigen „Blick zurück im Zorn“ riskierte, sondern nur davon sprach, dass er Politik für die Menschen machen wollte. Seine Worte waren glaubwürdig und kamen vom Herzen und das merkte auch jeder einzelne der Anwesenden.

 Franz Sieder bat  in seinen Schlusswort um Gottes Segen für Alfred Gusenbauer und „dass du deine Fähigkeiten nicht in den Dienst eines Reichen stellen musst.“ Der Abschiedsapplaus war womöglich noch stärker als jener zur Begrüßung. Wir hatten mit ihm einen Staatsmann verabschiedet, der, wie der Prophet im Sprichwort, „im eigenen Lande nichts gilt“ aber in der internationalen Politik eine glänzende Zukunft vor sich hat.

 

 

Wien


Diskussionsveranstaltung

Politik mit sozialer Handschrift

Dr. Erwin Buchinger
Sozialminister

Franz Küberl
Präsident der Caritas Österreich
 

Moderation
Daniela Kittner

 

Montag, 15. September  2008, 19 Uhr

Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog

1190 Wien, Armbrustergasse 15

 

Bericht

Wie schon so oft in den letzten Jahren war es dem ACUS-Bezirksobmann und Mitglied des ACUS-Bundesvorstandes Helmut Hajek gelungen, mit Caritas-Präsident Franz Küberl und Sozialminister Erwin Buchinger zwei kompetente und prominente Redner zu gewinnen. Neben vielen anderen Ehrengästen war auch Altbundeskanzler Franz Vranitzky erschienen.

Franz Küberl und  Erwin Buchinger waren nicht in allen, aber in einer Vielzahl der Themen einer Meinung.  Beide bejahten die Gestaltungskraft der Politik bei sozialen Problemen und waren sich auch in der Ablehnung der herrschenden Wirtschaftsordnung, die nur auf Profitmaximierung ausgerichtet ist, einig. Die Mindestsicherung für alle Menschen und die Chancengleichheit für alle Bevölkerungsschichten und  damit eng verbunden die Bildungsfrage sowie die gemeinsame Schule der 6 – 14 jährigen lag beiden Herren am Herzen. 

Gegensätzliche Ansichten gab es unter anderem über das soziale Netz in Österreich, das Küberl  nur an den Rändern ausfransen sah, Stichwort Obdachlose, Zuwanderer und Arbeitslose, in der Mitte sah er es aber als stark und tragfähig an. Buchinger warnte hingegen vor einer Gefährdung der sozialen Sicherheit auch in der Mitte der Gesellschaft,  wenn es zu keinem breiten Konsens über die Aufrechterhaltung der Krankenversicherung  und einer Einigung über ein tragfähiges Pensionssystem für jene Menschen, die eben in das Arbeitsleben eingetreten sind.

In der anschließenden Diskussion betonte unser Pressesprecher Alois Reisenbichler die Wichtigkeit der Solidarität der Zukurzgekommenden. Alle sozialen Errungenschaften seien von der Arbeiterbewegung in mühsamen und mit Opfern verbundenen Verhandlungen errungen worden und nur mit  Solidarität unter den Unterprivilligierten wird es gelingen, auch ihr Los zu verbessern.

Wir freuten uns alle sehr über diese Veranstaltung auf hohem Niveau,, die auch sehr gut besucht war.

 

 

 


ACUS Bundesvorstandssitzung:

28. Juni 2008 11:00 Uhr

SPÖ Landessekretariat Linz, Landstraße 36
 

 

Vorarlberg

 

 

Vom goldenen Kalb zum Börsenbullen?

Gerechtigkeit und Freiheit in der Bibel und am Markt

Vortrag und anschließende Diskussion mit

Mag. Michael Chalupka, Wien

Direktor der Evangelischen Diakonie

 

Montag, 31. März 2008, 20.00 Uhr

Foyer des Theaters am Kornmarkt, Bregenz

Eintritt: Erwachsene € 3,00, Jugendliche € 1,00

 

In Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk Bregenz-Stadt und

    dem Evangelischen Bildungswerk Bregenz

 

Sozialstaat und Freiheit, Solidarität und Individualität schließen einander nicht aus, sondern bedingen und ergänzen einander. Der Sozialstaat ist Voraussetzung dafür, dass die Werte von Individualität und Freiheit nicht nur ein Privileg der Einkommensstarken und Vermögenden sind, sondern allen Menschen zukommen. Nächstenliebe und gesellschaftliche Solidarität können nicht gegeneinander ausgespielt werden. Freiheit und Gerechtigkeit gehören zusammen. Warum das so ist, was die Bibel erzählt und was das Kalb mit dem Bullen macht – darüber wollen wir diskutieren. 

 

Mag. Michael Chalupka, evangelischer Theologe,  ist seit 1994 Direktor der Diakonie Österreich,        dem Sozialwerk der evangelischen Kirche, und seit 2000 Präsident des Österreichischen Komitees für Soziale Arbeit. Die Diakonie Österreich gehört mit über 5000 MitarbeiterInnen zu den größten Wohlfahrtsorganisationen unseres Landes. Michael Chalupka ist in etwa das evangelische Pendant zum katholischen Caritas-Präsidenten. Und ähnlich wie Franz Küberl begründet er sein Engagement  für Flüchtlinge und Migranten, für Arbeitslose, Behinderte oder Menschen am oder unter dem Existenzminimum mit dem christlichen Glauben. Eindeutig sind für Chalupka die Erwartungen an die Kirchen: “Die Leute wollen nicht nur konkrete Hilfe, sie fordern auch, dass sich die Kirchen entschiedener öffentlich einmischen, wenn es um Menschenwürde, Solidarität und soziale Gerechtigkeit geht.“ 

 

 

 

Wien

Bezirksgruppe Wien Döbling 1190, Billrothstr. 34 veranstaltet am 24. Jänner 2008 um 19 Uhr

einen Diskussionsabend unter dem Titel:

 

Politisch Lied – ein garstig Lied?

Ethik in der Politik.

>>> Der Bericht folgt unten >>> 

 

Ihr Kommen haben zugesagt:

 

                                 

   Mag. Gertraud Knoll

   Abgeordnete zum Nationalrat

   Leiterin der Zukunftswerkstätte

   Ehemalige Evangelisch-Lutherische

   Superintendentin des Burgenlandes

 

 

      Professor Anton Pelinka

    Einer der bekanntesten Politikwissenschaftler unseres Landes

    Österreichischer Präsident der Initiative  Weltethos

 

 

 

ACUS-Diskussion über Ethik in der Politik:

Abg. Maga. Gertraud Knoll: Die Menschen zum politischen Handeln ermutigen

Die sozialdemokratische Abgeordnete Maga. Gertraud Knoll und der Politikwissenschaftler Univ.-Prof. Dr. Anton Pelinka diskutierten bei der Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie (ACUS) Döbling unter Leitung von ACUS-Bundesvorsitzenden Gustav Posch über Ethik in der Politik.

Univ.-Prof. Dr. Pelinka , der u. a. Präsident des österreichischen Zweiges der Stiftung Weltethos ist, sagte, dass sich die Politikerinnen und Politiker in der Demokratie  an der ethischen Dimension ihrer Wählerinnen und Wähler orientieren müssen:„Die ethische Grundnorm der Demokratie ist die Beteiligung der Betroffenen.“

Univ.-Prof. Pelinka bezeichnete als größte ethische Herausforderung der Demokratie, dass zunehmend mehr Betroffene nicht an den Entscheidungen beteiligt sind. Univ.-Prof. Dr. Pelinka kritisierte, dass immer mehr Menschen ohne Staatsbürgerschaft, die hier leben, bei Wahlen nicht mitentscheiden. „Durch die Globalisierung können einzelne Staaten nicht mehr bestimmen“, analysierte Univ.-Prof. Dr. Pelinka,  „daher braucht es transnationale Formen der Demokratie.“ Univ.-Prof.  Dr. Pelinka sah in der Europäischen Union einen „Denkansatz in die richtige Richtung“

Nationalratsabgeordnete Maga. Gertraud Knoll erzählte, dass sie schon in ihrer Familie der Haltung, sich nicht in die Politik einzumischen, entgegen getreten sei.

Nationalratsabgeordnete Maga. Knoll sah eine Ursache der Vertrauenskrise in der Demokratie, dass der soziale Zusammenhalt nicht mehr selbstverständlich sei. „Lohn und Leistung fallen immer mehr auseinander“, meinte Abg. Maga. Knoll. „Die Mehrheit hat die Angst, zu immer schlechteren Bedingungen und geringeren Lohn mehr arbeiten zu  müssen, während einige in astromischer Höhe verdienen. ‚Reformen’ werden nur mehr als Sparen und Herausreden auf den Herrn Sachzwang verstanden.“

Abgeordnete Maga. Knoll warnte jedoch vor Resignation und verwies auf die Tradition der Sozialdemokratie. „Wir brauchen mehr Politik im Sinne von Ermutigungsprojekten.“

Der These von Univ.-Prof. Pelinka, dass die politischen Grundlinien unabhängig von den jeweiligen Regierungsparteien vorgegeben sind, widersprach Abg. Maga. Knoll: „Es ist nicht so, dass auf nationaler Ebene nichts entschieden werden kann. Warum sollen nicht Gewinne aus Aktien auf nationaler Ebene besteuert werden?“

Als Beispiele für eine soziale Politik der neuen sozialdemokratisch geführten Bundesregierung nannte Knoll die Erhöhung der Pensionen, die Bildungsgarantie für Junge und die Frauenpolitik, die es in den vorherigen sieben Jahren überhaupt nicht gegeben habe. Im EU-Vertrag sieht Abg. Knoll eine sinnvolle Stärkung der Europäischen Union, um zum Beispiel bei WTO-Verhandlungen mit einem wesentlich stärkeren Gewicht aufzutreten.